Saisonabschluss am 22. Oktober 2023 mit dem grossen Favoriten DE FLORIO im 42. St. Leger am 'Oktoberfest-Renntag'

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Dielsdorf, 19. September 2023 – Der letzte Renntag des Jahres auf der Parkrennbahn Zürich-Dielsdorf im Horse Park bietet noch einmal alles, was Pferderennsport so faszinierend macht. Hochklassigen Sport, prickelnde Spannung, Wettmöglichkeiten zu Hauf und beste Unterhaltung für die ganze Familie. Das letzte klassische Rennen für die Dreijährigen ist traditionell das St. Leger, welches dank dem St. Leger Club mit 20'000 Franken dotiert ist. Klarer Favorit auf den Löwenanteil des Preisgeldes ist DE FLORIO, der im Mai in Dielsdorf bereits in den Swiss 2000 Guineas triumphiert hatte. Nun ist die Distanz mit 3000 Metern fast doppelt so weit, was dem Derby-Zweiten sogar noch entgegenkommt. Die Chance auf eine weitere Siegerehrung mit der neuen Champion-Trainerin Claudia Erni und dem designierten Jockey-Champion Tim Bürgin ist deshalb sehr wahrscheinlich. Um 12.30 Uhr geht's im Horse Park mit einem Pony-Rennen los, um 16.15 Uhr ist der Start zu einem hochkarätig besetzten Jagdrennen mit sechs Jumpern. 

Für den letzten Renntag des Jahres hat der Rennverein Zürich noch einmal ein sehr interessantes Programm mit spannenden,  hochklassigen Rennen zusammengestellt. In sieben Rennen kommen 53 Pferde an den Start, die um 70'000 Franken Preisgeld kämpfen. 

 

Der Eintritt auf den Rennplatz beträgt 20 Franken (Kinder bis 16 Jahre haben in Begleitung von Erwachsenen kostenlosen Zutritt zum Rennplatz). In diesem Preis ist der Zutritt zur Tribüne (nicht nummerierte Plätze) inbegriffen, zusätzliche Informationen und Ticketangebote finden Sie auf der Webpage des Rennvereins Zürich. Alles ist bereit für einen Renntag mit vielen Emotionen! Für das leibliche Wohl ist mit einem breiten Essens- und Getränkeangebot auf dem Platz gesorgt - am Oktoberfest-Renntag natürlich mit einer speziell bayrischen Note. 

 

Alle gegen DE FLORIO im 42. St. Leger um 20'000 Franken

Das St. Leger ist das letzte klassische Rennen der Dreijährigen. Im Unterschied zu sogenannten Altersgewichtsrennen oder Handicaps, in welchen mittels Gewichtsausgleich (die zuvor gut gelaufenen Pferde tragen mehr Gewicht, womit die Chancen der Gegner steigen) die Spannung erhöht wird, geht es in den klassischen Rennen schlicht und einfach darum, das schnellste Pferd zu finden. Alle tragen deshalb das gleiche Gewicht, im St. Leger heisst das für die Hengste und Wallache 58 Kilo und für die einzige Stute PUSSY RIOT 56.5 Kilo. Die ursprüngliche Idee dahinter: Selektion für die Zucht. 

 

Das erste klassische Rennen der Saison 2023 wurde am 7. Mai ebenfalls in Dielsdorf ausgetragen. DE FLORIO gab dabei sein Schweizer Debüt, nachdem er zuvor in Frankreich dreimal Zweiter und einmal Dritter geworden war. In den "Swiss 2000 Guineas" auf der Parkrennbahn überzeugte der braune Hengst mit einem unwiderstehlichen Endspurt, der ihm zweieinhalb Längen vor KOOL TOO den Sieg einbrachte. Dies auf für ihn zu kurzen 1600 Metern. Im zweiten Klassiker, dem Swiss Derby in Frauenfeld, schlug sich DE FLORIO bravourös, klassierte sich zwischen zwei französischen Gästen auf dem sehr guten zweiten Platz. Der Derby-Sieger WIDA, dem er sich nach packendem Finish nur um eine halbe Länge geschlagen geben musste, wurde vier Wochen später für 300'000 Euro verkauft. Dies zeigt, welch famose Leistung DE FLORIO im Derby gezeigt hat. Der von Miro Weiss für den Stall Red Cap trainierte KOOL TOO, der wie im Frühling auch am Sonntag im St. Leger wieder mit dabei ist, kam in Frauenfeld als Siebter mit 9 Längen Rückstand ins Ziel. SAADI, ein weiterer St. Leger-Starter wurde 1.75 Längen hinter KOOL TOO Achter.

 

DE FLORIO aus dem Quartier von Claudia Erni und mit Tim Bürgin im Sattel ist also der klare Favorit. Zwischen ihm und dem im Juli in Avenches siegreichen KOOL TOO (mit dem in der Schweiz bisher noch sieglosen Franzosen Lucas Gutierrez im Sattel) hat es über das Derby gerechnet viel Platz. Dort dazwischen könnte PERFECT WAY laufen, denn der über 3000 Meter führende Weg könnte für den vor Ort von Karin Suter-Weber für die Sportgerichtspräsidentin Kathrin Teuscher trainierte Galiway-Sohn tatsächlich seinem Namen entsprechend perfekt sein. Der Schimmel tritt erstmals mit der Amateur-Weltmeisterin Jenny Langhard an. 

 

RVZ-Präsident Anton Kräuliger und seine Frau Verena, die Abonnements-Champions in der Schweizer Flachbesitzer-Statistik, sind mit zwei Pferden vertreten im St. Leger. Der bereits erwähnte SAADI (mit dem in der Schweiz bereits 22 Mal erfolgreichen Rémi Campos) müsste sich gegenüber seinen bisherigen drei Schweizer Auftritten (einmal Fünfter, zweimal Achter) steigern, um eine Chance zu haben. Für PUSSY RIOT, die wie SAADI, im Horse Park von Andreas Schärer trainiert wird, dürften die Trauben zu hoch hängen. Sie hat von allen Startern klar die tiefste Handicap-Einschätzung. Das fünfte Geld in Höhe von 960 Franken ist ihr bei fünf Startern aber sicher. Und wer weiss, vielleicht findet sie mit Karin Zahlen im Sattel ja Gefallen an der langen Distanz. 

 

Die Chancen auf eine weitere Siegerehrung nach einem Big Point für Trainerin Claudia Erni (mit aktuell 27 Saisonsiegen in der Flach-Statistik uneinholbar in Front und somit erstmals Schweizer Trainer-Championne) und Jockey Tim Bürgin (auch er mit 16 Schweizer Saisonsiegen auf bestem Weg das Flach-Championat zu gewinnen) stehen gut. Für das Bündner Besitzer-Ehepaar Peter und Rita Hartmann wäre es der 4. Volltreffer bei 14 Saisonstarts. 

Bild vom 41. St. Leger 2022 / Foto C.Mettler / pferderennen-fotos.ch

 

Youngsters im Critérium der Zweijährigen, Cracks über 2300 Meter und über Hindernisse

Im Critérium der Zweijährigen, gesponsert von der Compass Group, Feldschlösschen sowie der Mediarent AG kann schon ein Blick auf sechs potentielle St.Leger-Starter 2024 geworfen werden. Die Favoritenrolle im Kampf um die Zweijährigen-Krone gehört dem Fuchs STATHAM und seinem Trainingsgefährten SPIRIT OF CHARM. Die beiden Schützlinge von Miro Weiss, der fünf der sechs Starter des Rennens sattelt, lieferten sich vor vier Wochen in der bisher einzigen Prüfung für die Youngsters ein ungemein packendes Duell um den Sieg, den STATHAM mit Tim Bürgin schliesslich um einen "kurzen Kopf" (zwei Hundertstelsekunden) für sich entschied. DARE ME und BOA SORTE folgten mit mehr als zehn Längen Rückstand, womit sie sich a priori am Sonntag wohl eher mit den beiden Debütanten SHALOW und TULI'S CASUAL auseinandersetzen dürften. Doch gerade bei den Zweijährigen sind deutliche Leistungssteigerungen vom einen zum anderen Start an der Tagesordnung. 

 

In einem 9000-Franken-Rennen über 2300 Meter (Preis der Arifi Gartenbau Gmbh und der B. Müller's Architekten AG) treffen acht, teils hochkarätige Kandidaten aufeinander. Diesmal mit Gewichten nach der Handicap-Formel, womit theoretisch alle Pferde die gleiche Siegchance haben sollten. Mit ABRAMS CREEK (Sieger letztes Jahr im Silberblauen Band von Zürich) und CHECKPOINT (triumphierte im 2023 in der Défi-Etappe in Avenches) sind zwei Pferde am Start, die in Top-Form beste Chancen hätten. Doch weil die letzten Leistungen weniger stark waren, gibt es andere Favoriten. Den zweifachen Saisonsieger HERICOURT zum Beispiel, den in Maienfeld vor zwei Wochen siegreichen CORAL BOY oder die speedstarke WIN WIN. Die aktuell in der Flachstatistik an zweiter Stelle liegenden Aldo Falk und Marco Cattoni haben mit GOSHA und STANDING STONE zwei interessante Pferde im Rennen. Gut möglich, dass sie den Rückstand auf das Ehepaar Kräuliger von aktuell 5000 Franken vor dem letzten Galopp-Renntag der Saison am 30. Oktober noch etwas verkürzen können. 

 

Das letzte Rennen der Saison im Horse Park wird über Hindernisse gelaufen. Vier der sechs Starter waren im September in Aarau im Grossen Preis der Schweiz im Einsatz. Als Favorit dürfte der in Aarau nur um einen Kopf geschlagene FANDANGO sein. Der frische Maienfeld-Sieger BARACLAAS hatte im Aargau sechs Längen Rückstand, ON YOUR MAKR deren 11.5 und GARDE ROYALE 18.5 - wobei der Weg von 3750 Meter nun 450 Meter kürzer ist als in Aarau. Dies passt BARACLAAS besser, aber auch FANDANGO hat 8 seiner insgesamt 9 Siege auf Distanzen unterhalb 4000 Meter erzielt. 

 

Es bleibt spannend bis zum letzten Galoppsprung am Sonntag!

 

Sieger vom letzten Jahr 2022_Preis der Freunde des Hindernissports / Foto C.Mettler / pferderennen-fotos.ch


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