Stallportrait - Andreas Schärer

19.12.2019 16:38:01

Andreas Schärer hat nach der Lehre zum Rennreiter und als einer der erfolgreichsten Schweizer Hindernisreiter 2009 ins Trainer Métier gewechselt. Seither ist er beim Trainerchampionat für Flach- und Hindernistrainer jährlich vorne dabei.

 

Name Trainer: Andreas Schärer

 

Homepage: www.as-pferderennstall.ch

 

Anzahl Pferde: ca 25

 

Anzahl Mitarbeiter: Momentan sind wir fünf Festangestellte, ein Lehrling und eine Teilzeitmitarbeiterin. Zusätzlich haben wir noch freiwillige Helfer und Amateure.

 

Wie sind Sie zum Rennsport gekommen, wie hat alles angefangen?

Meine Eltern hatten nebenbei eine Pferdepension unterhalten, so bin ich mit Pferden aufgewachsen. Als Kind war ich als Zuschauer an den Pferderennen, als erstes mag ich mich an die Osterrennen von Fehraltorf erinnern. Ich habe knapp über die Rails gesehen und war von Anfang an fasziniert. In der Oberstufe bewarb ich mich für eine Schnupperlehre bei Kurt Schafflützel und habe nach vielen Schnupperwochen dort die Lehre zum Rennreiter angefangen.

 

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Von Anfang an wollte ich einen Beruf mit Pferden ausüben woraus sich dann schnell der Wunsch zum Rennreiter ergab.

 

Das schönste Erlebnis, der schönste Sieg?

Grundsätzlich freut mich jeder Sieg, der Weg dorthin ist nicht immer einfach. Die herausragenden Siege sind sicher die grossen Highlights, welche ich z.T. mehrmals gewinnen durfte wie das Derby, das Défi du Galop, der GP Land Rover – Jockey Club, der GP der Schweiz und das grosse Cross von Maienfeld

 

Weshalb lohnt es sich für diesen Beruf jeden Tag aufzustehen?

Das ist ganz einfach, es ist meine Passion

Zudem erwarten mich jeden Tag neue Herausforderungen, denen ich mich immer gerne stelle...momentan ist dies ein etwas spezieller Halbblüter, den ich sehr gerne reite (lacht)

 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag, Ablauf im Stall aus?

Das ist im Rennstall relativ einheitlich, am Morgen steht das Training der Pferde im Vordergrund, am Nachmittag haben sie Stallruhe und am Abend ist Zeit für die Pflege der Pferde.

 

Gibt es Pferde, die besonders in Erinnerung bleiben? 

Pont des Arts (das war wohl die schnellste Antwort die bisher auf eine Interview Frage gegeben worden ist) Vicomte Alco, Bebel, Billy Fly, Nightdance Paolo, Ziking, Ma Petite Folie, Le Colonel, Saint Leonard, Umiro, Notez Le, Cardiff de Baune,Tenor des Neiges, Sano di Pietro, Bimini Twist…je länger ich überlege, desto mehr kommen mir in den Sinn (lacht). Das sind alles grossartige Sieger, in verschiedenen Disziplinen, treue Kämpfer, ehrliche Sportler und natürlich herausragende Persönlichkeiten.

 

Wo sind Sie ausserhalb der Pferderennbahnen noch anzutreffen?

Im Stall, sonst nicht mehr an vielen Orten, ab und zu gehe ich an einen ZCS-Match. Viel Freizeit bleibt nicht oder dann habe ich „Rennsportfrei“ und will dort nicht angetroffen werden (lacht)

 

Was wünschen Sie sich für Ihre persönliche Zukunft und für die des Pferderennsportes?

Gesundheit ist das höchste Gut, das wünsche ich mir und für meine Angestellten, für meine Pferde und für die Besitzer. Und auch weiterhin qualitativ gute und erfolgsorientierte Arbeit zu leisten. Für den Sport wünsche ich mir, dass eine neue Führung von dem Dachverband wieder Stabilität und Ruhe in die verschiedenen Sparten, Kommissionen und Rennvereine bringt.

 

Diese Wünsche können wir nur unterstützen und danken für das Interview und den Einblick in deinen Rennstall.

 

Pont des Arts

Andreas Schärer mit dem Ausnahmepferd Pont des Arts

 

Pont des Arts

Pont des Arts, im Besitz des Rennvereins Zürich Präsident Anton Kräuliger und dessen Gattin, darf auch nach seiner Karriere als Rennpferd auf "seiner" Rennbahn bleiben und leistet wertvolle Arbeit als Führpferd...

 

POnt des arts

...oder überwacht zusammen mit Andreas Schärer die Galopps

 

Morgenarbeit

Eine Morgenarbeit mit Jockey Karin Zwahlen und Martina Huwyler

 

MOrgenstimmung

Die Morgenstimmung auf der Rennbahn, für die sich das Aufstehen lohnt

 

Nach der Arbeit

Nach getaner Arbeit werden die Pferde umsorgt...

 

...geniessen die Sandpaddocks

 

Jana Souckova

..werden von Futtermeisterin Jana Souckova verwöhnt

 

Equusir

...oder bekommen die Equusir Therapiedecke

 

Springen

Der Winter wird auch genutzt um Pferde für die nächste Saison einzuspringen

 

IVan Cherchi

Hier mit den Hindernisjockeys Ivan Cherchi und Jan Odlozil und der Auszubildende im ersten Lehrjahr  zur Rennreiterin, Cheyenne Bodmer

 

Parthenius

Die Pferde von Andreas Schärer sind auf der Falchbahn, (Parthenius mit Clément Lheureux)...

 

...genauso erfolgreich wie über Sprünge. (Eclair und Et Quoi beim Jagdrennen in Dielsdorf)

 

Während seiner Karriere haben Andreas Schärer viele unvergessliche Pferde begleitet, wie beispielsweise Nightdance Paolo..

 

Bebel

..oder der klasse Steepler Bebel