Stallportrait Monika Stadelmann

Monika Stadelmann betreibt zusammen mit ihrem Mann René Stadelmann einen kleine privaten Rennstall. Als Besitzertrainerin ist sie hauptberuflich als Handchirurgin mit eigener Praxis tätig und trainiert nebenbei ihre drei Pferde.

 

Name Trainerin: Monika Stadelmann, Besitzertrainerin

 

Homepage: keine

 

Anzahl Pferde: 3

 

Anzahl Mitarbeiter:

Wir machen die meiste Arbeit selber und haben abwechslungsweise verschiedene Amateure, welche reiten kommen.

 

Wie sind Sie zum Rennsport gekommen, wie hat alles angefangen?

Ich bin über eine Besitzergemeinschaft im Galopprennsport eingestiegen und im Jahr 2000 hängengeblieben. Da habe ich auch meinen Mann, René Stadelmann kennengelernt, der selbst (zuerst als Reiter und dann als Trainer) schon lange aktiv im Rennsport war. René hat zu der Zeit mit dem hauptberuflichen Trainingsbetrieb aufgehört. Unsere Eigenen Pferde haben wir zuerst unter seinem Namen trainiert. Bis er fand: „Ich solle die Besitzertrainerlizenz machen, damit ich auch mal etwas lerne“ (lacht). Sobald ich diese hatte, liess er das Training auf meinen Namen umschreiben. Wir machen aber nach wie vor alles zusammen im Team. 

 

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Zuerst wollte ich Hundeführerin bei der Polizei werden und danach Bäuerin. Pferde hatte ich schon immer gerne. Als 4-Jähige durfte ich jeweils mit einem Wagenpferd durchs Dorf reiten, das machte mich natürlich wahnsinnig stolz.

Nun bin ich Allgemeinchirurgin und spezialisiert auf Handchirurgie. Ich habe eine eigene Praxis in Wettingen. So kann ich mir die Zeit selbst einteilen, sonst wäre dies mit dem Trainieren nebenbei gar nicht möglich.

 

Das schönste Erlebnis, der schönste Sieg?

Alle Siege sind schön. Einer der mich besonders gefreut hat war, als „Shinduro“ nicht mehr aus der Startboxe abspringen wollte. Wir haben dann mit Walter Gegenschatz trainiert und an dem Problem gearbeitet. Worauf er beim nächsten Rennen wieder normal abgesprungen war und gewonnen hat.

Ich habe aber nicht nur an den Siegen, sondern auch an guten Plätzen Freude, oder wenn man sieht, dass die Pferde wieder alles gegeben haben, auch wenn es nicht zum Sieg reichte.

 

Weshalb lohnt es sich für diesen Beruf jeden Tag aufzustehen?

Wegen den Vollblütern, den Pferden

 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag, Ablauf im Stall aus?

Wenn ich es von der Arbeit her in der Praxis richten kann, reite ich am Morgen 1 – 2 Lot. Die OP’s plane ich auf den späteren Morgen oder den Nachmittag. Ich kann mir die Arbeit saisonal einteilen, so arbeite ich im Winter häufig 120% und während der Saison dann 60 – 80 %

 

Gibt es Pferde die besonders in Erinnerung bleiben? Welche und weshalb?

Jedes! Ein besonderer war sicherlich „No Desert“, obwohl wir den nie selbst trainiert hatten. Ich habe ihn nach seiner Rennbahnkarriere als Freizeitpferd behalten und er hat mich sehr viel gelehrt. Davon konnten sicherlich alle meine nachfolgenden Pferde profitieren.

 

Wo sind Sie ausserhalb der Pferderennbahnen noch anzutreffen?

Ich bin allgemein gerne viel draussen, beispielsweise am Gärtnern, gehe mit unserem Hund Spazieren und Arbeiten mit ihm in der Hundeschule.

 

Was wünschen Sie sich für Ihre persönliche Zukunft und für die des Pferderennsportes?

Gesundheit, das ist das Allerwichtigste und dass es mit dem Sport positiv weitergeht.

 

Fotos: Michèle Forster Photography

 

Monika Stadelmann

 Monika Stadelmann, hier mit Sambesi, reitet wann immer möglich selber im Training mit

 

René Stadelmann

René Stadelmann ist als ehemaliger Jockey und Rennpferdetrainer ebenfalls selber aktiv bei der Morgenarbeit..

 

René Stadelmann Dielsdorf

..hier mit dem Fuchs Shinduro

 

California English

..und am Renntag, mit California English 

 

Sambesi

Sambesi auf dem Weg zur Bahn am Land Rover - Jockey Club Renntag letztes Jahr in Dielsdorf..

 

Sambesi

..wo er mit Morgane Bürgin im Einlauf knapp geschlagener Zweiter wurde

 

 

Morgane Bürgin

..am Kids' Day vom letzten August erzielte Sambesi mit Jenny Langhard einen 3. Platz

 

Dennis Schiergen

Auch Shinduro läuft regelmässig ins Geld. Siegte im Juli in Avenches und belegte einen Monat zuvor den Ehrenplatz, geschlagen von Sambesi. Die Freude über den Doppelsieg war natürlich gross.

 

California English

Claifornia English in Aarau beim Siegeseinlauf gegen einen 5-Jahre jüngeren Konkurrenten

 

Benno Stadelmann

Benno ist im Stall immer mit dabei und begleitet René bei der Arbeit im Horse Park Zürich-Dielsdorf. Neben dem Pferdetraining geht Monika mit Benno regelmässig in den Hundesport.