Stallportrait - Chantal Zollet

Chantal Zollet betreibt einen kleinen, aber feinen Rennstall mit sechs Pferden. In der Saison 2019 holte sie sich das Hindernis-Championat der Trainer. So erstaunt es nicht, dass sie spitzen Hindernispferde wie Baraka de Thaix, Be my Hope und Memberof im Stall hat. Der Schimmel Baraka de Thaix – Zweitbestes Hindernispferd 2019 - erzielte seine beiden Saisonsiege auf der Heimbahn in Zürich-Dielsdorf. Auch Be my Hope zeigte mit fünf Siegen und einem zweiten Platz bei sieben Starts, eine ausserordentliche Leistung.

 

Name Trainer, Stall: Chantal Zollet, Berufstrainerin

 

Homepage: Keine

 

Anzahl Pferde: 6

 

Anzahl Mitarbeiter: Eine Teilzeitangestellte

 

Wie sind Sie zum Rennsport gekommen, wie hat alles angefangen?

Ich bin als Kind die Bauernpferderennen ohne Sattel geritten, da hat mich ein Bauer gefragt, ob ich nicht lieber richtige Rennpferde Reiten möchte. So bin ich dann nach Avenches zu Françoise Gimmi gekommen. Ich habe die Amateurrennreiter Lizenz gemacht und genügend Siege erzielt, dass ich die Berufstrainer Prüfung ablegen konnte.

 

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Kampfpilot oder Jockey

 

Das schönste Erlebnis, der schönste Sieg?

Als Reiterin die Siege mit Erdeni und Lyskoya mit denen ich das grosse Cross in Maienfeld gewann. Als Trainerin ebenfalls die Siege mit Lyskoya und allgemein die letzte Saison, die sehr gut lief und das Glück wirklich auf meiner Seite war.

 

Weshalb lohnt es sich für diesen Beruf jeden Tag aufzustehen?

Das ist echte Leidenschaft, am Morgenfrüh draussen zu sein, etwas zu machen, den Sonnenaufgang zu sehen und die frische Luft zu geniessen. Am Abend sind es die 12 Kulleraugen, die einem ansehen, wenn man den Stall betritt. Für mich ist die Arbeit mit den Pferden ein absoluter Gegenpool zu meinem sonstigen Arbeitsalltag im Büro, ich brauche das richtig um herunterzufahren. Ich glaube auch, dass man die Arbeit mit den Pferden umso mehr schätzt, wenn man dies „Halbberuflich“ neben einer anderen Arbeit macht.

 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag, Ablauf im Stall aus?

Ich stehe um 04.30/04.45 auf, bin um 5 Uhr im Stall und miste die sechs Boxen. Um 5.50 Uhr sind wir mit dem ersten Lot draussen und reiten 2 bis maximal 3 Lot. Danach gehe ich ins Büro und meine Pferde auf die Weide. Meine Teilzeitangestellte holt die Pferde später wieder in den Stall rein, kümmert sich um sie und macht den Abendstall. Um 19 Uhr bin ich ebenfalls wieder im Stall und mache den Rundgang. Zwischen 19.30 und 20.30 Uhr bin ich dann zu Hause.

Und dann gibt’s Abendessen? Ja meistens, was der Kühlschrank halt noch so hergibt (lacht)

 

Gibt es Pferde, die besonders in Erinnerung bleiben? 

Erdeni, Liskoya und Kampala waren Ausnahmepferde Pferde, an die ich viele schöne Erinnerungen habe. Aber auch aktuell habe ich mit Be my Hope und Baraka de Thaix zwei wirklich grossartige Hindernispferde im Stall.

 

Wo sind Sie ausserhalb der Pferderennbahnen noch anzutreffen?

Bei der Arbeit (lacht), also eigentlich bin ich am Reiten, am Arbeiten oder am Schlafen. Ausser jetzt über den Winter, wenn meine Pferde in der Weidepause sind, da habe ich etwas mehr Freizeit.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Gute Gesundheit, und dass meine Pferde weiterhin gesund bleiben und schnell laufen.

 

Das wünschen wir Dir auch, und vielen Dank fürs Interview!

 

Chantal Zollet

Chantal Zollet (links) nach dem Sieg von Baraka de Thaix in Dielsdorf

 

Rennstall Chantal Zollet

Der kleine, aber feine Rennstall von Chantal Zollet in Dielsdorf

 

Rennpferde Weide

Während Chantal Zollet ihrem Bürojob nachgeht, dürfen die Pferde nach der Morgenarbeit auf die Weide

 

Weide 

 

 

 

Baraka de Thaix

Baraka de Thaix siegte 2019 zweimal in Dielsdorf

 

Hier beim überlegenen Einlauf mit Raphael Lingg

 

Baraka de Thaix

So sehen wahre Sieger aus - Baraka de Thaix geniesst das Weideleben nach der Morgenarbeit