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RVZ-Mitglieder leisten Frondienst auf der Pferderennbahn Dielsdorf - Farbe allein genügt nicht mehr

10.09.2009

Werner Bucher berichtet vom Traditionellen Frontag vor den Herbst-Renntagen 2009.


Tribüne, Annexbauten und Infrastruktur bedürfen einer raschen Sanierung. Doch das Geld fehlt.

 

Strahlend weiss präsentieren sich die Abschrankungen um den Führung, den Sattelplatz und entlang der Eingangsallee zur Parkrennbahn. Lustvoll haben rund ein Dutzend Mitglieder des Rennvereins Zürich (RVZ) unter der Anleitung von Josi Bloch, Niederhasli,  mit viel Freude und Farbe die Holzlatten frisch gestrichen. Rund 1000 Laufmeter! Unkraut gejätet, Unrat, wie eine wild entsorgte Ständerlampe (siehe Foto), aufgeräumt und liebevoll die Blumenkisten gepflegt.

Die Rennbahn soll am kommenden Sonntag am exklusiven Jockey Club-Tag im alten Glanz erstrahlen. Doch der Schein trügt. An vielen Stellen ist der Sanierungsbedarf, der 36 Jahre alten Anlage, beim genaueren Hinsehen sichtbar: Morsches Holz, veraltete Garderoben und WC-Anlagen, Fenster, Dächer usw. müssen ersetzt werden. Doch dazu fehlt das Geld. Rennbahnverwalter Urs Clavadetscher: "Deshalb ist die Fronarbeit besonders wertvoll." Das haben aber nur rund ein Dutzend der über 700 Mitglieder des Rennvereins Zürich eingesehen. Sie wurden für ihren grossen Einsatz mit einem feinen Grill-Z‘Vieri, ebenfalls im Frondienst vor-und zubereitet, entlöhnt.

 

Rennbahn hat Vorrang

 

Die grössten Investitionen leistet der RVZ jährlich mit rund 250000 Franken in den Unterhalt des  Geläufs und der Trainingsanlagen. "Sie sind das Kernstück jeder Rennbahn, weil sie direkt den Pferden dienen", betont Verwalter Clavadetscher, der nach elf intensiven Jahren Anfang 2010 in Pension geht. Zum Schutz der Pferde wird deshalb auch an jedem Fronddiensttag mit einem Metalldetektor die 1600 Meter lange Sandbahn und der Trabring nach verlorenen Hufeisen, Nägeln oder anderen festen Gegenständen abgegesucht. Ein Hufeisen wurde vom Ex-Banker und ehemaligen Vorstandmitglied Matthias Schweitzer gefunden. Es soll bei der Suche nach Investoren Glück bringen. Darauf will sich der RVZ allerdings nicht verlassen und versucht mit neuen Ideen Geld zu beschaffen: So etwa mit Kamelrennen und der Vermietung von Abstellplätzen von Booten über den Winter.

 


Mit einem Metalldetektor finden die Frondienstler Hufeisen und vieles mehr (Fotos: W.Bucher)

 


Weiss ist die vorherrschende Farbe - alles soll in neuem Glanz erstrahlen.

 


Blumen wollen auch gepflegt werden!

 


Helen Meier mit einer Lampe, die "wild" auf dem Areal entsorgt wurde.



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